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Erstmuster

Funktionen

Vom Auftrag bis zum Archiv: elf Seiten, ein Weg

irot Erstmuster fängt dort an, wo Ihr Betrieb anfängt: bei der PDF-Zeichnung Ihres Kunden. Kein CAD-Modell, keine Messsoftware, kein Einführungsprojekt. Jede Seite hat eine Aufgabe und einen nächsten Schritt – und alles geht mit der Tastatur.

  1. S0: Aufträge

    Was diese Woche fällig ist

    • Alle Erstmusterprüfungen nach Status: offen, Archiv, alle
    • Filter nach Kunde, »diese Woche fällig« und »Requalifikation fällig«
    • Karten für anstehende Requalifikationen – mit einem Klick angelegt
  2. S1: Neue Erstmusterprüfung

    Eine Seite statt eines Formularstapels

    • Kunde, Teil, Anlass, Vorlagestufe und Zeichnung in einem Schritt
    • Zeichnungen bis 30 Seiten; ein STEP-Modell wird nur mit abgelegt
    • Gibt es das Teil schon: aus der letzten Revision übernehmen
  3. S2: Zeichnung lesen

    Ehrlicher Fortschritt statt Sanduhr

    • Maße mit Toleranz, Passungen (ISO 286), Gewinde, Bohrungen, Rauheit, Form- und Lagetoleranzen, Härte- und Schichtangaben, Hinweise
    • Schriftfeld: Teilenummer, Benennung, Index, Werkstoff, Allgemeintoleranz
    • Gescannte Zeichnungen: Schieflage wird korrigiert, Text erkannt – mit mehr Nacharbeit als bei Vektor-PDFs, und das sagt die Seite auch
  4. S3: Stempeln

    Ballons als Ebene über der Zeichnung

    • Fortlaufende Nummern nach der Reihenfolge Ihres Kunden
    • »4׫ als ein Merkmal mit Anzahl oder als Unterpositionen
    • Die Zeichnung selbst bleibt unverändert; die Ballons liegen darüber
  5. S4: Zeichnungsprüfer

    Die Seite, auf die es ankommt

    • Zeichnung und Merkmalstabelle synchron; der Ausschnitt jeder Zeile daneben
    • Ampel je Merkmal: grün sicher gelesen, gelb prüfen, rot unsicher oder widersprüchlich
    • Tastatur für den ganzen Weg: Enter bestätigt, N fügt hinzu, E bearbeitet
    • Vollständigkeitsprüfung: jeder maßähnliche Text ohne Merkmal wird gemeldet
    • Besondere Merkmale werden einzeln bestätigt und protokolliert
    S4 Zeichnungsprüfer. Zeichnung und Tabelle bewegen sich gemeinsam; die Ampel sagt, wo Sie genau hinsehen sollten. Schema, kein Bildschirmfoto.
  6. S5: Prüfplan

    Prüfmittel nach Regel, nicht nach Gewohnheit

    • Messmittel je Merkmal vorgeschlagen, passend aus Ihrem Bestand
    • 10:1-Prüfung mit Zahlen: »Auflösung 0,05 mm bei Toleranz 0,2 mm → Verhältnis 1:4, gefordert 1:10«
    • Warnung bei abgelaufener Kalibrierung; Prüfmittel aus Kalibrat übernehmen
    • Freigegebener Plan ist unveränderlich; Änderung = neue Version
    S5 Prüfplan. Messmittel vorgeschlagen, Auflösung nachgerechnet, Kalibrierstand aus dem Bestand. Schema, kein Bildschirmfoto.
  7. S6: Messwerte

    Tippen, einfügen oder einlesen

    • Raster Merkmal × Teil, ganz mit der Tastatur; Einfügen aus Excel
    • Protokolle von ZEISS CALYPSO, Hexagon PC-DMIS, Keyence und Mitutoyo MeasurLink sowie eine eigene CSV-Vorlage einlesen
    • Jeder Wert merkt sich Prüfmittel und Kalibrierstand des Messtags
  8. S7: Auswertung

    Das Urteil rechnet der Code

    • i.O./n.i.O. aus Messwert und Grenzmaß – nie eingetippt
    • Cp, Cpk, Pp, Ppk nur aus einer eigenen Fähigkeitsreihe ab 25 Werten; darunter steht »nicht berechenbar«
    • Form, Lage und Rauheit: Kennwert als indikativ gekennzeichnet
    • n.i.O.-Vorgang mit Ursache, Maßnahme und Entscheidung
  9. S8: EMPB-Dokumente

    Das Formblatt, das Ihr Kunde verlangt

    • Deckblatt in eigener Gestaltung, konform zu VDA Band 2 (PPF); PPAP mit PSW und Dimensional Results
    • Excel-Formblatt Ihres Kunden: hochladen, Zellen zuordnen, befüllen
    • Prüfen vor dem Versand: 30 Prüfungen gegen typische Rückweisungsgründe, 29 davon laufen selbsttätig – das Ergebnis heißt nie »alles korrekt«
    • Anlagen nach Vorlagestufe, Werkstoffzeugnis mit Chargennummer
    S8 Dokumente. Ein PDF mit allem, dazu Excel und ZIP im Namensschema des Kunden. Schema, kein Bildschirmfoto.
  10. S9: Versand

    Bis zur Freigabe im Blick

    • Ein PDF mit Deckblatt, gestempelter Zeichnung, Anlagen und Inhaltsverzeichnis
    • Excel und ZIP mit dem Dateinamen, den das Portal verlangt
    • Status von »Entwurf« bis »freigegeben«; Freigabe mit Gültigkeit
  11. S10: Archiv

    Die nächste Revision kostet Minuten

    • Verlauf je Teilenummer mit allen Berichten
    • Neue Revision: Zeichnungen vergleichen, unveränderte Merkmale gesammelt bestätigen, Nummern bleiben
    • Erinnerung an die Requalifikation 60 und 30 Tage vorher
    • D/TLD-Teile: vom automatischen Löschen ausgenommen

Die Grenze zwischen KI und Code

Was liest, was rechnet – und was Sie entscheiden

Die Zeichnung zu lesen ist Mustererkennung; dabei hilft ein Leser mit Konfidenz je Merkmal. Alles, was im Bericht als Zahl oder Urteil steht, ist dagegen Rechnung nach Norm und Formel – geprüfter Code, keine Schätzung.

Die Verantwortung für den Bericht bleibt beim Betrieb. Deshalb gehen Sie in S4 jedes Merkmal durch, bevor ein Prüfplan entsteht.

Aufgabenteilung
AufgabeWer
Maße und Texte auf der Zeichnung finden und lesenLeser, mit Konfidenz
»Ø20 H7« in +0,021 / 0 umrechnen, ISO 2768 anwendenCode
i.O./n.i.O., Cp, Cpk, Pp, PpkCode
Messmittel vorschlagen, 10:1 prüfen, Formblatt füllenCode
Merkmale bestätigen, messen, freigeben, unterschreibenSie

Ehrlich gesagt

Was irot Erstmuster nicht tut

Damit Sie nichts erwarten, was nicht kommt:

  • Es misst nicht. Die Teile messen Sie – das Programm nimmt die Werte auf und rechnet.
  • Es ersetzt kein CAQ-System: keine 8D-Reports, keine Wareneingangsprüfung, keine Lieferantenbewertung.
  • FMEA und Produktionslenkungsplan werden als Anlage beigefügt, nicht im Programm erstellt.
  • Keine Messsystemanalyse; Kalibrierung und Prüfmittel führt Kalibrat, verbunden über eine Schnittstelle.
  • Keine qualifizierte elektronische Signatur; das Deckblatt trägt Name, Funktion und Datum.
  • Oberfläche auf Deutsch; PPAP-Formblätter auf Englisch.

Am schnellsten verstanden mit Ihrer eigenen Zeichnung.